20 Things I Learned About Browsers and the Web

Viele Menschen sehen HTML5 und CSS3 noch in weiter Ferne. Sie verschanzen sich hintern ihren veralteten Internetexplorern und wollen weiter in ihrer alten Flash Welt leben. Als stolzer Apple Gerätebesitzer darf ich mir täglich anhören, kann dein MacBook überhaupt Flash? Guck mal, mein Android braucht für Google Streetview keine App. Ich muss nur dieses Männchen auf die Karte… ahh mist, geht nicht. Und das ist der Punkt. Flash ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Zumindest nicht im Kontext mobiler Geräte.

Google hat gestern ein sehr schönes Beispiel dafür geliefert, dass man Flash nicht mehr braucht. Zusammen mit der Firma Fi haben sie ein wunderschönes Buch mit dem Titel „20 Things I Learned About Browsers and the Web“ herausgegeben, welches komplett auf Flash verzichtet. Auf den ersten Blick ist das nicht zu glauben. Seiten, die man mit Effekten umblättern kann, Abdunkeln des Bildschirms, bewegte Charaktere. Aber es stimmt. Das interaktive Buch kommt allein mit PHP, CSS3, HTML5 und Javascript aus.

Das Buch beschreibt auf 61 wirklich hübsch illustrierten Seiten verschiedene Technologien, Protokolle und interessante Erkenntnisse, die die Macher von Google Chrome durch ihre Arbeit erlangt haben. Wer schon immer mal wissen wollte, was „Cloud Computing“ ist oder was diese „Web apps“ sind, von denen alle reden, der sollte mal einen Blick in das Buch werfen.

Sehr schön ist auch das Feature, dass sich die URL ändert, ohne dass die Seite neu geladen wird. Um dieses Geheimnis zu ergrunden reicht ein Blick in Datei http://www.20thingsilearned.com/js/twentythings.history.js

window.history.pushState();

Das Buch nutzt viele Features der neuen Technologien. HTML5 wird unter anderem in dem Buch verwendet um sich den „state“ des letzten Besuches mittels der Offline storage database zu merken. So bekommt man am Anfang die Möglichkeit an die Stelle zurückzukehren, wo man das Buch verlassen hat.

CSS3 wird z.B. beim Blättern des Buches verwendet oder bei den animierten Illustrationen. Ein Besuch des Buches lohnt sich auf jeden Fall. Die Zukunft ist ein Stück näher gerückt.

Danke Google!

Umblättern

In vergangenen Zeiten surfen

Die Zeitung von vor 10 Jahren findet man im Archiv, genauso wie altes Filmmaterial und Dokumente. Doch die Recherchemethoden haben sich im Laufe der Zeit verändert. Statt sich Bücher aus der Bibliothek auszuleihen, versucht man heute doch erst einmal zu googlen. Alles was man dort findet, kann man auch anklicken und sich anschauen.

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Im Cache

Aber wie sieht es aus mit Webseiten, die schon längst verschwunden sind? Findet man die bei Google auch? Ja! Zumindest begrenzt, so lange die Seiten noch im Index sind. Dann kann man immer noch über den Link „im Cache“, eine alte Version der angeforderten Seite aufrufen.

Aber was passiert, wenn der Google Cache nicht ausreicht? Wo findet man dann die anderen Seiten wieder? Verschwinden Daten dauerhaft aus dem Internet, wenn man sie löscht? Viele Seiten bestimmt, aber längst nicht alle. Auf der Seite http://www.archive.org/ kann man einen Blick in die Vergangenheit werfen.

Ich habe mal 10 Beispiele aufgelistet aus 10 Jahren Internet.

Google 1999/2009

google_99google_091 Continue reading